De honger naar grondstoffen is groot
Edwin de Jong

Der Hunger nach Rohstoffen ist groß

Infolge der Coronapandemie stehen die Rohstoff- und Transportpreise stark unter Druck. Die 27 wichtigsten Rohstoffe in allen möglichen Kategorien – Edelmetalle, Industriemetalle, Landwirtschaft und Energie – sind in den letzten sechs Monaten ausnahmslos im Preis gestiegen. Das ist ziemlich einzigartig.

Der Purchase Managers Index (PMI) ist ein wichtiger Indikator für den Handel und liegt derzeit gigantisch hoch. Das bedeutet, dass Optimismus hinsichtlich einer wirtschaftlichen Erholung besteht und die Zahl der Neuaufträge stark gestiegen ist. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich die Lieferzeiten verlängern und die Rohstoffe knapp werden, wodurch die Preise weiter steigen.

Die erhöhten Rohstoffpreise werden zum Teil durch Chinas Rohstoffhunger angetrieben. China erholte sich relativ schnell von dem durch Corona verursachten Rückschlag und produziert inzwischen schon seit einiger Zeit wieder mit voller Kapazität.

Auch bei Dehaco spüren wir die Folgen der Marktsituation in Bezug auf die weltweite Knappheit und die steigenden Rohstoffpreise für Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET), Stahl, Weißblech und Karton. Wichtige Rohstoffe, die auch für die Herstellung vieler unserer Produkte benötigt werden. Dazu gehören Abfallsäcke, Klebebänder und Sprühkleber, aber auch hydraulische Anbaugeräte.

Und wie sieht es mit den hohen Transportkosten aus?

Es herrscht ein gravierender Mangel an Seecontainern. Die Blockade des Suezkanals hat diese Situation nicht verbessert, die Folgen werden noch Wochen, vielleicht sogar Monate andauern. Die Nachfrage ist so stark gestiegen, dass die Preise auf den Handelsmärkten drei- bis viermal höher sind als vor einem Jahr. Die Knappheit an leeren Containern zur Abwicklung der explodierten chinesischen Exporte und die Blockade des Suezkanals sind eine wichtige Ursache für die beispiellosen Tariferhöhungen auf der Strecke Asien-Europa. Eine Trendwende ist hier vorerst nicht in Sicht, zusätzlich zu den regulären Containertarifen und einem möglichen „Umleitungszuschlag“, um die Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung fahren zu lassen, wird nun auch schon über „Spitzenzuschläge“ gesprochen.

Vor dem Ausbruch der Pandemie war ein Container schon für 2.000 Dollar (1.650 Euro) zu mieten. Im Jahr 2020 zahlten Unternehmen, die sehr in Not waren, manchmal 10.000 Dollar, um einen Container aus China kommen zu lassen.

Selbstverständlich tun wir alles, um die Auswirkungen für den Kunden so gering wie möglich zu halten, glücklicherweise haben wir hierfür genügend Schlagkraft, um kontinuierlich zu agieren. Wir können es jedoch nicht vermeiden, trotz unserer Bemühungen Auswirkungen auf unsere eigenen Preise zu sehen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.